11/04/2024
Berliner Dom (offiziell Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin) ist die größte Kirche der Stadt und eine der bedeutendsten evangelischen Kirchen Deutschlands. Er steht auf der Museumsinsel gegenüber dem Lustgarten, am östlichen Ende des Boulevards Unter den Linden. Streng genommen ist er keine Kathedrale, denn hier hat kein Bischof seinen Sitz.
Der heutige Bau entstand 1894–1905 nach Plänen von Julius Raschdorff in üppigem Stil der Neorenaissance und des Neobarock als Hauptkirche des preußischen Hofes. 1944 setzte eine Bombe die Kuppel in Brand, und erst 1975 begann unter der DDR-Regierung der Wiederaufbau; 1993 wurde die Kirche wiedereröffnet. Die neue Kuppel fiel schlichter und niedriger aus, sodass das Gebäude heute etwa 98 statt 114 Meter hoch ist.
Zu sehen sind die prachtvoll ausgestattete Predigtkirche mit ihren Mosaiken und der großen Sauer-Orgel von 1905, das Kaiserliche Treppenhaus, die Tauf- und Traukirche und ein Museum zur Baugeschichte. In der Hohenzollerngruft darunter stehen die Särge von rund 90 Mitgliedern des preußischen Königshauses; nach jahrelanger Sanierung ist sie seit März 2026 wieder geöffnet, und der Dom ist seitdem größtenteils barrierefrei.
Ein Höhepunkt für viele Besucher ist der Kuppelumgang: 270 Stufen führen zu einer Galerie in 50 Metern Höhe mit Blick auf die Museumsinsel, die Spree und den Fernsehturm.
Der Dom ist von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet (sonntags ab 12:00 Uhr), letzter Einlass 17:00 Uhr; bei Gottesdiensten und Konzerten kann er geschlossen sein. 2026 kostet ein Ticket 15 € (ermäßigt 12 €) inklusive Kuppelumgang, Gruft und Audioguide; bis zu vier Kinder unter 18 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. Die Teilnahme an Gottesdiensten ist kostenlos.











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