29/03/2024
Das Brandenburger Tor ist das Wahrzeichen Berlins und das Symbol der deutschen Wiedervereinigung. Carl Gotthard Langhans errichtete es 1788–1791 für König Friedrich Wilhelm II. nach dem Vorbild der Propyläen der Athener Akropolis als eines von 18 Toren der Berliner Zollmauer – und es ist das einzige, das erhalten ist. Das Sandsteintor ist etwa 26 Meter hoch und 65 Meter breit; zwölf dorische Säulen bilden fünf Durchfahrten.
Obenauf steht die Quadriga von Johann Gottfried Schadow: die Siegesgöttin auf einem von vier Pferden gezogenen Wagen. Napoleon ließ sie 1806 nach Paris bringen; nach ihrer Rückkehr 1814 erhielt sie das Eiserne Kreuz und den preußischen Adler. Ursprünglich hieß das Tor Friedenstor, später diente es jedoch für Militärparaden, darunter der Fackelzug der Nationalsozialisten 1933. Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, stand es ab 1961 im Grenzstreifen der Berliner Mauer, bis es am 22. Dezember 1989 wieder geöffnet wurde; 2000–2002 wurde es umfassend restauriert.
Das Tor schließt den Boulevard Unter den Linden am Pariser Platz ab; auf der anderen Seite liegen der Tiergarten und die Straße des 17. Juni, der Reichstag ist wenige Gehminuten nördlich. Es ist jederzeit frei zugänglich; im Nordflügel befindet sich ein kleiner Raum der Stille. Der Bahnhof Brandenburger Tor (U5 und S-Bahn) liegt direkt daneben.



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