Bremer Dom, Deutschland

Der Bremer St.-Petri-Dom mit seinen beiden Türmen – mehr als 1.200 Jahre Geschichte, romanische Krypten und die berühmten Mumien im Bleikeller.

Bremer Dom, Deutschland

Der St.-Petri-Dom erhebt sich an der Ostseite des Bremer Marktplatzes; seine Zwillingstürme sind die höchsten Wahrzeichen der Altstadt. Als eine der ältesten und bedeutendsten Kirchen Norddeutschlands geht sie auf eine hölzerne Missionskirche zurück, die um 789 von dem Heiligen Willehad, dem ersten Bischof von Bremen, gegründet wurde. Das heutige Gebäude ist im Wesentlichen mittelalterlich: Es wurde zunächst im romanischen Stil aus Sandstein errichtet und ab dem 13. Jahrhundert in Ziegelstein fortgeführt, als die Gewölbe in frühgotischer Form emporragten, was es zu einer der großen historischen Backsteinkirchen Europas macht. Im Zuge einer umfassenden Restaurierung zwischen 1888 und 1901 wurden die Westtürme auf ihre heutige Höhe wieder aufgebaut und der Dom erhielt sein mittelalterliches Erscheinungsbild zurück. Einst Sitz der mächtigen Bremer Fürstbischöfe, ist er heute die Hauptkirche der Evangelischen Kirche in Bremen.

Was es zu sehen gibt

Das weitläufige Innere lohnt einen ausgiebigen Rundgang. Aus dem 11. Jahrhundert sind zwei romanische Krypten erhalten geblieben: Die westliche Krypta, die 1068 geweiht wurde und der älteste erhaltene Raum in Bremen ist, dient heute als Taufkapelle und beherbergt ein 1229 gegossenes Bronzetaufbecken, während die östliche Krypta die Gräber von fast neunzig Bischöfen und Erzbischöfen beherbergt. Achten Sie auf die reich verzierte Kanzel von 1638, ein Geschenk der schwedischen Königin Christina; die fein geschnitzten Chorgestühl-Tafeln aus dem 14. Jahrhundert, die in einer Seitenkapelle ausgestellt sind; sowie die fünf Orgeln der Kathedrale, Erben einer berühmten musikalischen Tradition, zu der einst auch ein Instrument des Barockmeisters Arp Schnitger gehörte. Die größte Kuriosität ist jedoch der “Bleikeller” unter der Kirche, in dem acht auf natürliche Weise mumifizierte Leichname – darunter schwedische Offiziere und eine englische Gräfin – in Särgen mit Glasdeckeln ruhen; er zieht seit mehr als drei Jahrhunderten neugierige Besucher an. Aktive Reisende können zudem den Südturm besteigen, um einen Panoramablick über den Marktplatz und die Weser zu genießen.

Anreise und praktische Informationen

Der Bremer Dom befindet sich in der Sandstraße 10–12, direkt am Marktplatz in der autofreien Altstadt – etwa 10 bis 15 Gehminuten südlich vom Bremer Hauptbahnhof entfernt. Straßenbahnen und Busse halten an der Haltestelle „Domsheide“, die nur wenige Schritte entfernt ist, und die gesamte Altstadt lässt sich am besten zu Fuß erkunden. Der Eintritt in den Dom selbst ist kostenlos, und er ist an den meisten Tagen außerhalb der Gottesdienstzeiten für Besucher geöffnet, wobei die Öffnungszeiten am Sonntagvormittag verkürzt sind. Für den Besuch der Bleikeller-Krypta und den Aufstieg auf den Südturm wird eine geringe Gebühr erhoben; beide haben saisonale Öffnungszeiten (der Bleikeller ist im Winter in der Regel geschlossen), daher lohnt es sich, vor Ihrem Besuch den aktuellen Zeitplan des Doms zu überprüfen.

Wetter am Standort: Bremer Dom, Deutschland

10° Bedeckt, gefühlt 8°
  • Heute 9°…17°
  • Wind 8 km/h S
  • Kein Niederschlag jetzt
Freitag 12°…19° ☔ 70%
Samstag 8°…14° ☔ 35%
Sonntag 6°…11° ☔ 5%

Durchschnitt pro Monat

Januar 1°…5° 16 Tage 16 Tage
Februar 1°…7° 15 Tage 13 Tage
März 2°…10° 19 Tage 12 Tage
April 5°…13° 19 Tage 11 Tage
Mai 9°…18° 20 Tage 11 Tage
Juni 13°…22° 18 Tage 12 Tage
Juli 14°…23° 18 Tage 13 Tage
August 15°…23° 19 Tage 12 Tage
September 12°…20° 19 Tage 11 Tage
Oktober 9°…15° 17 Tage 14 Tage
November 4°…9° 16 Tage 14 Tage
Dezember 3°…7° 17 Tage 14 Tage

Monatliche Durchschnittswerte und Trockentage (ohne messbaren Regen) aus ERA5, letzte 10 Jahre.

Was Besucher der letzten Zeit sagen

ReisebewertungenZusammenfassung der jüngsten ReisebewertungenÜberwiegend positiv

In aktuellen Bewertungen aus dem Jahr 2026 loben Besucher den zweitürmigen Bremer Dom (St. Petri Dom) für sein imposantes Äußeres am Marktplatz, sein würdevolles, friedliches Inneres und die Krypta, die als ältester Ort der Stadt beschrieben wird. Eine große Attraktion ist der freie Eintritt in den Dom selbst. Das herausragende Erlebnis ist für viele der Turmaufstieg. Bewerter berichten von 265 engen Stufen bis auf rund 60 Meter, für einen von einem Besucher als atemberaubend bezeichneten Blick über Bremen (etwa 4–5 €, mit Ermäßigung für Kinder), am besten an einem klaren Tag. Manche Besucher genossen auch die Gebetbuch-Tradition, bei der man ein Anliegen aufschreiben kann. Einige Tipps kommen auf. Prüfen Sie vor dem Besuch die Öffnungszeiten. Planen Sie rund eine Stunde ein. Stellen Sie sich auf eine steile, enge Wendeltreppe ohne Aufzug ein. Die Hauptnachteile sind praktischer Natur. Dom und Turm schließen manchmal unerwartet für die Messe, und die Beschilderung zu Schließungen kann unklar sein. Ein Besucher im Mai 2026 fand das Personal unhöflich, als der Eingang geschlossen war. Das Innere wurde außerdem nach dem Zweiten Weltkrieg weitgehend wiederaufgebaut, sodass die beiden Türme zu den wenigen originalen Elementen gehören. Insgesamt fällt das Urteil positiv aus: ein kostenloses, stimmungsvolles und historisches Wahrzeichen, das sich zum Betreten und Besteigen lohnt, wenn das Wetter mitspielt.

Übersicht erstellt im September 2026KI-generierte Übersicht basierend auf den neuesten öffentlichen Reisebewertungen

Bewertungen von dotonmap-Reisenden

Noch keine Bewertungen. Waren Sie schon hier? Erzählen Sie, was Ihnen gefallen hat.